Tipps & Informationen
Das ursprüngliche Asien mit all seiner Vielfalt, freundlichen Menschen, unberührten Stränden und exotischer Atmosphäre findet man wohl nur noch im Herzen Südostasiens. Vietnam, Laos und Kambodscha verbindet eine geschichtstächtige Vergangenheit mit vielen Schattenseiten. In den letzten Jahren hat sich in diesen Ländern der Tourismus stetig entwickelt und die politische Lage entspannt, sodass alle drei Länder unkompliziert und sicher bereist werden können. Entdecken Sie die legendären Tempelstädte, die unberührten Strände und endlosen Reisfelder sowie die ausgesprochene Gastfreundlichkeit der einheimischen Bevölkerung.
Gut zu wissen: Vietnam
Die notwendigen Informationen für eine Reise nach Vietnam
Kommen Sie ins Land des freundlichen Lächelns. Als Erinnerung an Ihren Besuch werden Sie unvergessliche Bilder der herrlichen vietnamesischen Landschaften, schwimmenden Märkte, exotischen Früchte, Fahrräder, Reisfelder und Pagoden mitnehmen. Seine geographischen, klimatischen, historischen sowie kulturellen Facetten und die unterschiedlichsten Sitten, Gebräuche und Religionen machen Vietnam zu einem einzigartigen und unverwechselbaren Land. Kommen Sie mit uns auf eine Reise ins Land des Lächelns! Die Freundlichkeit und Warmherzigkeit der Menschen wird Sie begeistern, während Sie die landschaftliche Vielfalt, die Kultur und den Charme Vietnams entdecken.
Ein- und Ausreise
In der Regel kommen alle Vietnambesucher mit dem Flugzeug an und verlassen das Land auch wieder auf dem gleichen Weg. Trotzdem kann man auch mit dem Schiff oder mit dem Auto über Kambodscha nach Vietnam einreisen. Jeder Tourist muss bei der Einreise ein Einreiseformular sowie eine Zollerklärung in doppelter Ausführung vorlegen und deren Doppel bei der Ausreise wieder abgeben.
Streng verboten ist die Einfuhr von vietnamesischem Geld, Waffen, Sprengstoff, Drogen, brennbaren Materialien und Tieren sowie von allen Artikeln, deren Besitz die vietnamesischen Behörden nicht erlauben. Nach Deutschland dürfen folgende Mengen eingeführt werden: 1 Liter hochprozentiger Alkohol oder 2 Liter Wein, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Tabak sowie Geschenke bis 175 Euro.
Einreise/Visum
Für die Einreise nach Vietnam benötigen Sie einen Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und ein Touristenvisum, das einen Aufenthalt von max. einem Monat ermöglicht. Das Visum wird ab sofort auch direkt vor Ort am Flughafen erteilt. Durch die rechtzeitige Einholung einer Referenznummer über die örtliche Reiseagentur können die Visumkosten deutlich reduziert werden. Neben dem Reisepass benötigen Sie zwei aktuelle Passfoto und ein ausgefülltes Formular, das Sie bei der Einreise zusammen mit der Referenz vorlegen. Am Zoll bezahlen Sie USD 25,- pro Person an Gebühren. Weiters kann auch ein Visum über die Botschaft in Wien eingeholt werden. Hier betragen die Kosten ca. EUR 72,- pro Person. (Stand Februar 2011)
Gesundheit
Das Reisen in tropischen Ländern kann anstrengend sein. Wir empfehlen zu Ihrem eigenen Wohlergehen einige Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten: Empfehlenswert sind vorbeugende Maßnahmen gegen Cholera, Hepatitis, Typhus, Tetanus und Polio. Meiden Sie das örtliche Trinkwasser und Eis. Flaschen mit Mineralwasser sind überall erhältlich. Vietnam leidet an medizinischer Unterversorgung, daher ist es mehr als angebracht, seinen eigenen Medikamentenvorrat mitzubringen. Dazu sollten gehören: Mittel gegen Magen- und Darmstörungen, Insektenschutz, Schmerztabletten, Augentropfen, ein Breibandantibiotikum, Desinfektionsmittel sowie ein Präparat gegen Pilzinfektionen. Gehen Sie aber bitte sorgsam mit Ihrer Reiseapotheke um. Dringend empfohlen wird eine Malaria-Prophylaxe, denn die Ansteckungsgefahr besteht im ganzen Land – mit Ausnahme der Stadtzentrenund des Flussdeltas.
Essen
Die vietnamesische Küche bietet dem Besucher eine große Auswahl an wohlschmeckenden Gerichten. Gedämpfter Reis und eine Suppe gehören zu jeder Mahlzeit. Verschiedene regionale Spezialitäten erweitern die Palette. Im Norden ist der chinesische Einfluss stark zu spüren. Pfannengerührte und geschmorte Gerichte und Suppen sind hier durch das kühlere und trockene Klima besonders beliebt. Die Speisen sind auch weniger stark gewürzt. In Hue hat man wiederum andere Rezepte mit einen hohen Grad an Raffinesse. Die Küche des Südens ist einfacher, jedoch auch schärfer. Auf den Besucher wartet eine unüberschaubare Zahl an vietnamesischen Gerichten. Lassen Sie sich von den Einheimischen etwas Besonderes empfehlen. Die Menschen freuen sich, Sie in die Geheimnisse dieser einmaligen Küche einzuweihen.
Elektrizität
In den Städten hat man durchgehend 220 Volt-Wechselstrom. Die Steckdosen haben amerikanischen oder europäischen Standard. Es empfiehlt sich aber, Adapter mitzubringen.
Feste
Das wichtigste Fest des Jahres ist in Vietnam Tet, das Neujahrsfest nach dem Mondkalender. Es fällt entweder in den späten Januar oder den frühen Februar und zwar auf die Vollmondnacht zwischen der Wintersonnenwende und dem Frühlingsäquinoktium. Es gibt in ganz Vietnam eine Vielzahl von Festen aus traditionellen oder religiösen Anlässen: z.B. das „Fest der Vergebung“ am 15. Tag des 7. Mondmonats oder das Mitherbstfest am 15. August.
Geld
Vietnams Währungseinheit ist der Dong. Es gibt auch Münzen, aber gebräuchliches Zahlungsmittel sind Dong-Banknoten. Ein US-Dollar entspricht etwa 15.000 Dong und ein Euro etwa 20.000 Dong. Der US- Dollar ist diegängigste ausländische Währung in Vietnam. Bei einer Reise in die Provinzen ist es am besten US-Dollar-Reiseschecks oder Euro in kleinen Banknoten mitzuführen. Kreditkarten werden in allen größeren Hotels, bei Flug- und internationalen Mietwagenunternehmen akzeptiert. Für den Umtausch von Bargeld und Reiseschecks wird der Reisepass benötigt. Gegen eine Gebühr von ca. 2% ist dies in Hotels, Banken und Postämtern möglich. Euro-Banknoten werden problemlos in Hotels und kleinen Wechselstuben umgetauscht.
Klima
Im Süden des Landes herrscht tropisches Klima mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit im März und April, sowie Temperaturen bis 39-40°C; im Norden subtropisches Klima, wobei die Temperaturen zwischen 16°C im Janu ar und 30°C im Juni/Juli schwanken. Im Süden und in HoChiMinh-Stadt trägt man das ganze Jahr über leichte Kleidung. Wärmere Kleidung braucht man in Hue, Danang und besonders in Dalat während der Wintermonate (Dezember bis April). Wirklich warme Kleidung ist in dieser Zeit in Hanoi, der Halong Bucht und den Gebirgsregionen des Nordens angesagt. Während der Regenzeit (Mai bis September) sollte man Schuhwerk, das eine kleine Überschwemmung nicht vertragen würde, zu Hause lassen. Ein Regenschirm wird dann zum unentbehrlichen Begleiter. Badehose und Sonnenbrille hingegen werden in der Küstenregion gebraucht.
Öffnungszeiten
Behörden und Dienstleistungsunternehmen öffnen im Allgemeinen gegen 7.30 oder 8 Uhr und legen ab 11.30 oder 12 Uhr eine Mittagspause ein. Nachmittags haben sie von 13 oder 13.30 bis 16.30 oder 17.00 Uhr geöffnet, und zwar von Montag bis Freitag. Manche öffnen auch am Samstag, aber nur von 7.30 Uhr bis 13 Uhr.
Die Banken haben von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr bzw. 13 und 16 Uhr geöffnet. Geschäfte haben die ganze Woche über zwischen 8 und 19 Uhr oder noch länger geöffnet. Restaurants öffnen für ihre Gäste meistens von 10.00 bis 22.00/23.00 Uhr.
Restaurants
Die großen Hotelrestaurants in den Großstädten offerieren sowohl vietnamesische als auch westliche, vor allem französische Küche. Die Speisekarten gibt es in größeren Orten oft zusätzlich in Englisch oder Französisch. Da das Personal schlecht englisch spricht, zeigt man auf die gewünschten Speisen, die manchmal sogar illustriert sind.
Fotografieren
Es ist eine Frage des Taktes, jemanden um Erlaubnis zu bitten, wenn Sie ihn fotografieren möchten. Genauso sollten Sie in religiösen Gebäuden zunächst die Erlaubnis zum Fotografieren einholen, obwohl dies in der Regel erlaubt ist.
Trinkgeld
Die Bedienung im Restaurant erwartet kein Trinkgeld und wird Ihnen das gesamte Wechselgeld zurückgeben. Bei den niedrigen Löhnen der Angestellten und des Servicepersonals wird ein kleines Dankeschön jedoch gern gesondert angenommen. Bei Kofferträgern an Bahnhöfen und Flughäfen erwartet man, dass dafür ein Entgelt gegeben wird (max. 1$). In Tempeln werden Spenden als selbstverständlich erachtet.
Telefonieren
Internationale Verbindungen bekommt man in den Hauptpostämtern und den Hotels. Telefongespräche ins Ausland können am günstigsten per Karte von Internetcafes oder von Postämtern aus getätigt werden, da Hotels oft hohe Gebühren verlangen. In größeren Städten gibt es schon Telefonzellen, auch für Telefonkarten.
Rund ums Einkaufen
Vietnam bietet für Dienstleistungen, aber auch für Handarbeiten ein unwahrscheinlich günstiges Preisniveau. Wer sich für Kunsthandwerk interessiert und gerne Souvenirs kauft, wird in Vietnam garantiert fündig. Von Holz- und Korbwaren (Rattan- und Bambusgegenstände), Holzschnitzereien über Webarbeiten, Keramiken, Lackwaren, Kegelhüten, Seidenstoffen, maßgeschneiderter Kleidung (v.a. in Saigon sehr preiswert zu erhalten) bis zu einem reichhaltigen Angebot an grünem Tee und Gewürzen auf Vietnams Märkten, ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Verhaltenstipps
Feilschen:
Bei der Unterkunftssuche, auf Märkten, an Obstständen oder bei Rikschafahrten ein absolutes Muss. Man sollte vorher deutlich machen, ob man mit Dollar oder Dong zahlen möchte und kann unter Umständen Preisnachlässe von bis zu 2/3 erreichen. Geduld zeigen und das Lachen nicht vergessen! In Supermärkten, Kaufhäusern, Restaurants, bei Ärzten oder für Bahntickets gelten jedoch feste Preise.
Bettelei:
Nicht selten begegnen Touristen alten Kriegsveteranen, auf deren Anblick man gefasst sein sollte und denen man ruhig eine Spende geben kann, da es in Vietnam keine kostenlose Gesundheitsfürsorge mehr gibt. In keinem Fall sollte man bettelnden Kindern etwas geben, so bedauernswert sie auch erscheinen. Sie verdienen dann oft mehr Geld als ihre arbeitenden Eltern und gehen nicht mehr zur Schule.
Zeit
Vietnam liegt in der gleichen Zeitzone wie Laos, Kambodscha und Thailand, d.h. sechs Stunden im Winter und fünf Stunden im Sommer vor der mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
Begrüßung
Ausländern wird meist nach westlicher Manier zur Begrüßung die Hand gegeben. Vietnamesen untereinander grüßen sich mit einem Kopfnicken und dem Wort chao (Gruß). Händeschütteln gilt als förmlich und wird bei offiziellen Anlässen praktiziert.
Kleidung
Wie fast alle Asiaten legen die Vietnamesen großen Wert auf saubere und korrekte Kleidung. Der Anblick von westlichen Touristen in Badeschlappen, Shorts und Trägerhemden wird von den meisten Vietnamesen als unhöflich und Missachtung der einheimischen Sitten kritisiert. Dies gilt vor allem in Tempelanlagen, bei offiziellen Anlässen oder Besuchen in einer vietnamesischen Familie. Besonders Frauen sollten sich betont zurückhaltend kleiden und nicht zuviel Haut zeigen.
Kopf und Füße
Der Kopf als das edelste Körperteil sollte auch bei Kleinkindern nicht berührt werden. Es ist unhöflich, dem Gegenüber die Füße, die als unrein gelten, entgegen zu halten. Auch das Hochlegen der Füße etwa auf einem Stuhl oder Tisch ist unbedingt zu unterlassen. Vor dem Betreten von Tempeln und Wohnungen zieht man die Schuhe aus.
Körpersprache
Generell sollte man sich mit überschwänglichen Gefühlsregungen zurückhalten und die Privatsphäre des anderen achten. Lächeln und ein bescheidenes Auftreten werden besonders geschätzt. Wer hingegen beim Sprechen mit den Händen fuchtelt oder gar mit der Faust auf den Tisch schlägt, gilt nicht nur als aggressiv, sondern wird insgeheim belächelt. Vietnamesen zeigen nicht mit dem Finger, Essstäbchen oder anderen Gegenständen auf andere Leute. Will man jemanden zu sich winken, tut man dies mit nach unten gerichteter, ruhig zum Körper bewegender Handfläche und nicht mit einem gekrümmten Zeigefinger. Das im Westen anerkennend gemeinte Schulterklopfen wird ebenso ungern gesehen wie über der Brust gekreuzte Arme oder in die Hüften gestemmte Hände.
Konflikte
Die auf Harmonie bedachten Vietnamesen versuchen unter allen Umständen, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Das im Westen zur Problemlösung positiv betrachtete Aufspüren von Fehlern versuchen die Vietnamesen tunlichst zu vermeiden. Oberstes Prinzip bei allen sozialen Kontakten ist, dass jeder sein Gesicht wahren kann. Die Suche nach Schuldigen für ein Missgeschick ist tabu. Auch bei der Diskussion über politische Fragen sollte man sich weitgehend zurückhalten. Bei aller Kritik im einzelnen sind Vietnamesen doch Patrioten, die stolz auf ihr Heimatland sind.
Toiletten
Westliche Sitztoiletten findet man bis auf wenige Ausnahmen nur in Hotels der mittleren und oberen Preiskategorie und in guten Restaurants. Ansonsten gibt es wie in vielen anderen Ländern Asiens »Hock-Klos«, ein in den Boden eingelassenes Loch. Toilettenpapier wird man dort meist vergebens suchen, so dass man immer etwas dabeihaben sollte. Kaufen kann man es in Hotels oder kleinen Gemischtwarenläden in den Städten. Damit der Abfluss nicht verstopft, wird das Toilettenpapier nach Gebrauch in eigens dafür bereitgestellte Eimer geworfen. Besonders die öffentlichen Toiletten an einfachen Rastplätzen oder Gaststätten entlang der Straße entsprechen bei weitem nicht mitteleuropäischen Hygienevorstellungen. Die Aufschriften Nam (Männer) und Nu (Frauen) kennzeichnen die jeweiligen Türen.
Drogen
Im Zuge der von der vietnamesischen Regierung energisch vorangetriebenen Kampagne gegen »soziale Übel« wurden in letzter Zeit drakonische Strafen gegen Drogenhändler und Konsumenten verhängt. Zwar ist die Drogenszene in Vietnam bei weitem nicht so ausgeprägt wie in anderen asiatischen Ländern, doch in einigen besonders von Individualtouristen aufgesuchten Orten werden Ausländern eindeutige Angebote gemacht. Wer sich auf derlei Offerten einlässt, riskiert eine jahrelange Haftstrafe in einem der Gefängnisse des Landes.